Das Konzept war genial und der Publikumszuspruch erfreulich groß! Am vergangenen Sonntag gab es beim KUSO St. Paul gleich zwei Vokal-Konzerte, aber der Unterschied hätte größer nicht sein können.
Am Nachmittag gastierte das slowenische Vokalsextett INGENIUM aus Ljubljana in der Stiftskirche mit einem bunten Programm von der Renaissance bis zur Gegenwart. Künstlerisch arrangierte slowenische Volkslieder wechselten mit klassischer Chorliteratur und Evergreens aus der Pop-Szene. Von Beginn an faszinierten die sechs Sängerinnen und Sänger mit ihrem homogenen Klang, lupenreiner Intonation und solistischen Glanzpunkten in Sopran und Tenor sowie einem abgrundtiefen, aber feinen Bass. Durch die für Vokalmusik optimale Akustik konnte das Ensemble den unter die Haut gehenden Pianissimo-Sound voll zur Geltung bringen. So erlebte das Publikum ein Klangbad der vokalen Spitzenklasse und honorierte den Auftritt auch mit stehendem Applaus. Anschließend wechselte man zum Konvikt und verbrachte eine gesellige Zeit bis zum Abendkonzert bei einem Slowfood-Picknick im Konvikt und im Grünen vor dem Konvikt.
Dann gehörte die Bühne des Festsaales im Konvikt der GROOVE CREW – fünf Body-Music-PerformerInnen aus Wien. Der Titel ihres Programms „Body Music Explosion“ hatte nicht zu viel versprochen. Körperklänge jeder Art lieferten ideenreiche rhythmische Muster für artistische Bewegung auf der Bühne und die Stimmen ergänzten sich damit zu einem Feuerwerk aus Rhythmus, Tanz, Gesang, Klang und Slapstick. Adaptierungen von Musik aus verschiedensten Kulturen wechselte mit Eigenkompositionen und Bearbeitungen von Popsongs. Diese umfassende körperliche und musikalische Performance entfachte eine Energie, die sich natürlich auch auf das Publikum übertrug und zuletzt auch zum Mitmachen animierte. Erfreulich war auch, dass die gebürtige Wolfsbergerin, Anita Gritsch, als Teil der fünfköpfigen Crew mit dieser Performance in St. Paul zu Gast sein konnte.
Bericht: Robert Gritsch